"Syrien - Eine Reise in ein verlorenes Land" - Vortrag mit Clemens Schmale

Veranstalter:
VHS Kamen-Bönen

Veranstaltungsort:
Kulturzentrum Alte Mühle
Bahnhofstraße 235
59199 Bönen

Information:
Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos.

Unter den Ländern des Nahen Ostens ist es das größte und es gilt als Schlüsselland der Region. Aber nicht erst seit dem Krieg kommt dem Land am Euphrat und dem Nachbarn des NATO-Landes Türkei eine besondere Rolle zu. Vielmehr galt jener Teil des so genannten fruchtbaren Halbmondes zwischen Mittelmeer und Mesopotamien, zwischen Anatolien und Anti-Libanon-Gebirge schon immer als ein von vielen begehrtes Herrschaftsgebiet.

Lange vor der Blütezeit der Griechen und Römer entwickelte sich hier vor allem vor dem Hintergrund der Phönizer eine Hochkultur. Und so blickt das heutige Syrien zurück auf eine Geschichte von vielen tausend Jahren, und die großen Städte des Landes gelten als die ältesten durchweg besiedelten der Welt.

Die Lichtbilderreise von Norden nach Süden zeigt die vergessenen Stätten des frühen byzantinischen Christentums, die Kreuzritterburg des Crac des Chevaliers und das architektonische Wunder der Wüste Palmyra. Manche dieser Orte sind durch kriegerische Gewalt oder durch die Zerstörungswut des sogenannten Islamischen Staats (IS) bis zur Unkenntlichkeit zerstört worden.

Der Referent, Orientreisender seit rund 40 Jahren, besuchte Syrien erstmals 1973 und zeigt ausgewählte Aspekte der syrischen Geschichte anhand verschiedener Ausgrabungsstätten und Baudenkmale. Er porträtiert Stätten der frühen Christenheit und des ersten Kalifats sowie die bedeutenden Metropolen des Landes, Aleppo und Damaskus, die - zumindest vor dem Bürgerkrieg - vielen als schönste Großstädte des Orients galten. Nicht zuletzt sollen auch einige der aktuellen und zeitgeschichtlichen Themen angesprochen werden.